Virtualisierte und mobile Boxen

ArchivistaBox goes Mobile und bringt Vritualisierung ab Stange

Pfaffhausen, 17. Februar 2009: Hätten Sie mich vor fünf Jahren gefragt, ob ich Ihnen denn nicht ein Notebook empfehlen könnte, dann hätte ich geantwortet, es gibt zwar einen ganzen Haufen, aber im Prinzip sind mir alle Geräte zu schwer und zu gross. Hätten Sie mich gleichzeitig gefragt, ob es denn möglich ist, auf einem Rechner gleichzeitig Linux und Windows zu fahren, so hätte ich Ihnen geantwortet: Möglich schon, aber Dual-Boot bzw. VMWare-Workstation würden (gerade beim Einrichten) fundierte Kenntnisse bedingen.

Seit drei Jahren mit dem Libretto U100 unterwegs

Vor etwas mehr als drei Jahren dann galt es einmal mehr, die bestehenden Notebooks abzulösen. Für ca. sFr. 2100.– habe ich mich schliesslich für ein Toshiba Libretto U100 entschieden, die technischen Daten können hier (Wikipedia) entnommen weden.

Mit diesem Gerät arbeitete ich gute drei Jahre, und längst bevor die Mini-Rechner in aller Munde waren. Viele unserer Kunden staunten, dass es mit einem solchen Gerät überhaupt möglich ist, vernünftig zu arbeiten.

Immerhin, auf dem Libretto wurden sämtliche RichClient-Versionen der letzten Jahre erstellt und ebenso fand die ArchivistaBox schon damals seinen mobilen Einsatz. Manche Kunden wollten das Gerät auch gleich bei uns ordern.

Dies scheiterte in der Folge einzig daran, dass sich Toshiba mit dem Libretto (kaum auf dem Markt) auch bereits wieder vom europäischen Markt verabschiedete. Ob es an der zu kleinen Tastatur gelegen hat, dass weiss ich nicht, jedenfalls hatte ich (um vernünftig arbeiten zu können) fast immer eine USB-Tastatur angeschlossen. Aber ansonsten bereitete das Arbeiten mit dem Libretto viel Spass.

Die Asus Eee-Familie im dreimonatigen Praxis-Einsatz

Vor ca. ein bis zwei Jahren erschienen die ersten Mini-Rechner, die weitherum unter einem einprägsamen Begriff vermarktet werden. Allerdings gibt es dabei offenbar markenrechtliche Probleme, weil eine Firma Markenrechte an diesem Namen geltent macht. Und daher verzichten wir an dieser Stelle auf diese Bezeichnung, auch wenn sie sicher zutreffend(er) wäre. Sprechen wir daher von mobilen Mini-Rechnern.

Wie gesagt, seit einigen Monaten arbeiten wir intensiv(er) mit den Asus-Geräten. Gerade der 1000H wäre ein ideales Gerät: ein 10-Zoll-Bildschirm, eine normalgrosse Tastatur, eine lange Akku-Laufzeit sowie eine 160GB-Festplatte lassen professionelles Arbeiten problemlos zu. Allerdings, im Dauereinsatz ist uns doch ein Problem aufgefallen, auf das ich hier hinweisen möchte, die Tastatur.

Wer mit 10-Finger-Blindsystem schreibt bzw. tippt, der wird bei den Asus-Geräte (es gibt leider auch andere Hersteller, die dieses Problem nicht erkannt haben) nicht unbedingt immer glücklich landen. Denn dort wo die rechte Shift-Taste (Umschalten auf Grossschreibung) sein müsste, findet sich die Taste PgUp, womit es (zumindest bei mir) immer wieder zu einem hässlichen Seitenblättern nach oben gekommen ist.

Das ist weniger ein Problem, wenn dann und wann einige Felder in Archivista erfasst werden, aber ein grösseres Problem, wenn auf dem Rechner ein längerer Text geschrieben werden soll. Kurz und gut, die Tastatur des Eee-Rechnergeneration wird wohl zu Recht entsprechend mit Kritik begutachtet. Wie gesagt, als mobile Surf-Station oder ArchivistaBox besteht das Problem nicht, wohl aber wenn das Gerät zum Schreiben verwendet werden soll.

Die mobile Mini-Rechner-Parade mit der ArchivistaBox

Die verschiedenen ArchivistaBoxen dienen in allererster Linie als DMS-Server. Von daher drängt sich der Einsatz von mobilen Mini-Rechnern nicht unbedingt auf. Auf der anderen Seite bieten die Mini-Rechner in der Handhabung viel Freiheit, weil das Anschliessen von Kabeln, Tastatur und Bildschirm komplett entfällt. Entscheidend für die Weiterentwicklung in diese Richtung waren aber auch preistechnische und verfügungsbedingte Überlegungen.

Mittlerweile werden weit mehr Notebooks (Mini-Rechner inklusive) verkauft als dies bei Tischgeräten oder Servern der Fall ist. Zudem kosten die Geräte von heute nur noch einen Bruchteil dessen, was früher für ein Notebook bezahlt werden musste. Dazu das Beispiel zum Libretto: Kostete der U100 vor ca. 3 Jahren ca. sFr. 2100.–, so muss heute für ein HP2133-Gerät weniger als ein Fünftel des damaligen Preises hingeblättert werden. Wir denken, bei diesen Preisen macht dies allemal Sinn.

Die neuen Modelle: Acer Aspire One sowie HP 2133

Wir haben viele Geräte begutachtet, wobei uns zwei Geräteklassen besonders aufgefallen sind. Dies sind einmal die Acer-Geräte (Aspire One-Modelle) sowie im gehobeneren Bereich das HP 2133-Notebook. Beim Acer gefallen die Preise und die Verfügbarkeit, beim HP 2133 vorallem die gute Tastatur, die absolut angenehmes Tippen möglich macht.

Und noch etwas. Auch wenn die Geräte fast alle die gleiche Bildschirm-Auflösung von 1024×600 mitbringen, so heisst das leider noch lange nicht, dass die ArchivistaBox problemlos darauf gelaufen wäre.

Notwendig waren unzählige Kernel-Anpassungen, bis die ArchivistaBox letztlich so lief, wie wir es wollten. Beide Geräte werden im übrigen weiterhin nur auf Anfrage ausgeliefert. Und ja, bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keinen Discount-Preis offerieren können, dafür bieten wir Ihnen auch in Zukunft Wartung und Support für diese Geräte an.

Leistung, die Sie von diesen Geräten erwarten dürfen

Die mobilen Mini-Rechner stehen im Ruf, nicht eben die schnellsten Geräte zu sein. Auch bieten Sie keine Mehrprozessoren-Kerne an und auf den allermeisten Geräten würde im besten Falle WindowsXP laufen. Keine Bange, für die ArchivistaBox reicht es allemal, denn diese verlangt weit weniger Ressourcen als Sie sich im Prinzip vorstellen können.

Und lassen Sie mich dies hier auch noch ausführen. Die Geräte haben genügend Speed, um selbst eine virtualisierte ArchivistaBox (auch wenn etwas langsamer) oder ein beliebiges anderes Betriebssystem darin zu starten. Und das alles für einige wenige Hunderter, wenn das kein Grund zum Zugreifen ist.

Virtualisierte ArchivistaBoxen in allen Bereichen

Seit geraumer Zeit könen die ArchivistaBoxen auch virtualisiert betrieben werden. Bisher konnten wir Ihnen Unterstützung für VMWare (Player und ESX) anbieten. Neu können wir Ihnen ebenfalls Unterstützung für qemu bzw. kvm anbieten. Und das Beste kommt erst noch. Beide Virtualisierungsprodukte sind im Unterschied zu anderen Technologien OpenSource und (das dürfte nun weniger verwundern) finden sich mittlerweile direkt auf der ArchivistaBox.

Sie haben richtig gelesen. Die ArchivistaBoxen können ab dem neusten Release nicht nur virtualisiert eingesetzt werden, Sie können auf der ArchivistaBox vielmehr auch Virtualisierung betreiben. Warum bieten wir das an? Die ArchivistaBoxen können fast schon seit Urzeiten selbstragende Archive erstellen. Dabei wird eine Datenbank zusammen mit der aktuellen ArchivistaBox in eine ISO-Datei gepackt, so dass
eine neue Archivista-CD ensteht. Diese kann wiederum im Live-Modus als Installations-Disk verwendet werden. Ebenso lässt sich daraus ein bootfähiger USB-Stick erstellen.

Bisher musste nach dem Erstellen einer ISO-Datei eine DVD gebrannt werden. Neu können Sie diese direkt auf der ArchivistaBox unter Angabe des Namens der ISO-Datei starten (z.B. mit qemu -cdrom av_20090216.iso). Im Moment müssen Sie die ISO-Datei noch von Hand aufsetzen, doch wird es in naher Zukunft in der einen oder anderen Form sicher auch noch einen Button/Knopf dazu geben. Wer schon heute mit der Virtualisierung auf der ArchivistaBox loslegen möchte, der sei an das Handbuch von qemu verwiesen. Alternativ liefern wir bzw. unsere Vertriebspartner auf Wunsch die ArchivistaBox auch mit virtualisierten Lösungen aus.

Archivista-Vertriebspartner: Das Original ist immer besser

Und wenn wir bereits bei den Vertriebspartnern sind, dann ist uns in den letzten Monaten leider auch noch eine unerfreulichere Geschichte zu Ohren gekommen. Da gibt es mittlerweile doch bereits Trittbrettfahrer, welche die ArchivistaBox ohne entsprechenden Vertriebsvertrag vermarkten. Einmal davon abgesehen, dass wir nichts dagegen haben, wenn die Lösung unter der OpenSource-Lizenz eingesetzt wird, so besitzen wir auf dem Namen ‚Archivista‘ doch eiinen Markenschutz, den wir allemal als richtig und notwendig erachten.

Die Entwicklung, das Marketing und der Vertrieb erfordern nun einmal Ressourcen, ohne die ein OpenSource-Projekt kaum zur Business-Reife herangeführt werden kann. Sie als Endkunde können und sollen die ArchivistaBox jederzeit frei beziehen können, das gleiche gilt auch für die Dokumentation. Sie dürfen aber auch Gewähr haben, dass wenn Sie eine ArchivistaBox samt Support und Wartung erwerben, Sie professionellen Support über Jahre erhalten bzw. dass die Lösung entsprechend weiterentwickelt wird. Und gerade dies kann nur der von uns authorisierte Vertriebspartner bieten. Denn wer stellt das reibungslose Funktionieren der ArchivistaBox über Jahre hinweg sicher, wer prüft die entsprechende Hardware und wer kennt die ArchivistaBox in und auswendig? Richtig: Nur unsere geschulten Vertriebspartner und wir selber.

Der „Trittbrettfahrer“ dagegen erhält von uns keinerlei Support und kann Ihnen die ArchivistaBox auch einzig unter der OpenSource-Lizenz anbieten. Entsprechend aufgewendete Franken oder Euro sind daher wertlos, weil Sie die OpenSource-Edition sowieso jederzeit selber beziehen können. Und bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir (als Hersteller) später auch keinerlei Support und Wartung anbieten können. Sollten Sie Zweifel daran haben, ob eine Box von einem offiziellen Vertriebspartner stammt, so finden Sie die Liste direkt bei den Bezugsquellen.

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