ScanBox Albis III

86 Gramm und 200 Seiten/Minute

Pfaffhausen, 3. Juni 2013: Wir haben den Anspruch, Produkte auf den Markt zu bringen, die nicht einfach nur das tun, was andere auch können. Vielmehr reizt es uns, Produkte zu entwickeln, die (etwas) mehr bieten, und auf die wir stolz sein dürfen. Die ArchivistaBox Albis III bietet als Scan-Station die doppelte bzw. dreifache Leistung der bisherigen Scan-Stationen, und dies bei kleinstem Gewicht und Stromverbrauch. In der ArchivistaBox Albis stecken 15 Jahre Erfahrung. Grund genug, in diesem Blog neben der Vorstellung der Albis III Rückschau auf die Entstehungsgeschichte der Albis-Serie zu halten.

Wir waren es leid, Scan-Stationen und Archiv-Server immer wieder neu aufzusetzen…

Das ArchivistaBox-Konzept stammt aus dem Jahre 2004. Damals wollten wir einen Standard-Archiv-Server realisieren, weil wir es leid waren, immer wieder die gleichen Systeme irgendwie doch anders zu implementieren. Von der unsäglichen Situation bei den Scan-Stationen ganz zu schweigen. Mit jeder Windows-Version mussten wir die Server wie Scan-Stationen neu aufsetzen, und genau dies wollten wir nach der Jahrtausendwende vermeiden. Aus dieser Idee ist die ArchivistaBox enstanden. Dies war einfacher gesagt als getan. Bis die Software endlich das machte, was wir wollten, ging mehr als ein Jahr vorbei (vorallem USB und Scannertreiber beschäftigen uns lange). Bei der Hardware setzten wir auf Industrierechner. Die relativ kleinen (ca. 3 kg schweren) Boxen erwiesen sich als äussert robuste Arbeitstiere, auch wenn der Preis von ca. 2000 Franken (ca. 1500 Euro) für die Hardware recht hoch war.

In der Folge sollten die Hardware-Preise zwar etwas moderater werden, aber Intel-Prozessoren haben bis heute einen stolzen Preis, eine stromsparende CPU kostet auch heute noch gut und gerne mehrere Hundert Franken bzw. Euro. So kam es, dass wir heute zu einem grossen Teil Prozessoren von AMD verbauen, wobei dies zur Folge hat, dass die Boxen eher grösser denn kleiner wurden. Bei den eigentlichen Archiv-Servern war/ist die Baugrösse weniger ein Thema, aber neben einem Scanner (klein wie gross) kommen lüfterlose Box-Systeme immer gut an.

Im Jahre 2009 realisierten wir daher die Scan-Station Albis I, welche mit 148g für Jahre die leichteste ArchivistaBox bleiben sollte. Als Nachteil bei der Albis I resultierte, dass sie ein komplett eigenes Embedded-Linux bedingte. Auch war/ist die Albis-I limitiert; sie scannt/e zwar durchaus ansprechend, aber ansonsten kam sie spartanisch daher. Sie hat(te) weder einen Bildschirm-Anschluss und die Konfiguration erfolgte dezentral über textbasierte Konfigurationsdateien. Gerne hätten wir auch bereits damals eine vollwertige ArchivistaBox auf einer Embedded-Plattform (ARM) realisiert. Doch entweder waren die Preise der Hardware zu hoch oder die Leistung zu gering, und so realisierten wir erstmal die Scan-Station auf ARM-Basis.

Leider zeichnete sich vor ca. einem Jahr ab, dass die Hardware der Albis I nicht mehr lieferbar sein würde. Folglich mussten wir einen Nachfolger realisieren. Dieser sollte plus/minus die gleiche Funktionalität wie eine normale ArchivistaBox aufweisen. Und genau dies realisierten wir Ende 2012 mit der Albis II. Diese wird zwar "nur" zum Scannen verwendet, die Albis II ist aber an sich eine vollwertige ArchivistaBox. Mit einem Gewicht von ca. 2 kg ist die Albis II jedoch kein Leichtgewicht.

Aller guter Dinge sind drei: ArchivistaBox Albis III

Dies ändert sich nun mit der Albis III, denn diese wiegt noch gerade 86 Gramm, und umfasst wie die Albis II den gesamten Leistungsumfang einer vollwertigen ArchivistaBox. Die Albis III vereint das Gewicht der 1. mit dem Leistungsumfang der 2. Generation, und ist überdies leistungsfähiger als beide bisherigen Scan-Boxen zusammen.

Der Clou der ArchivistaBox Alibs III ist, dass wir auf die standardkonforme ARM-basierte Raspberry Pi zurückgegriffen haben, einen Kleinst-Rechner, der im Einkauf für ca. 40 USD erworben werden kann. Bisher war es bei Kleinst-Rechnern (ARM) leider so, dass alle Komponenten zusammen letztlich mehr kosteten als ein vollwertiger PC. Selbst bei mehreren Tausend ARM-Boards waren die Preise noch immer nicht tiefer als eine Intel/AMD-Hauptplatine. Wie gesagt, beim Raspberry Pi ist dies anders, für 40 USD lässt sich derzeit keine Intel/AMD-Platine mit Prozessor, RAM und Gehäuse finden.

Darum kostet die Albis III doch etwas mehr als 40 USD

Selbstverständlich basiert die Albis III auf Open Source. Dies heisst nun aber gerade nicht, dass wir die Abbilder kostenfrei zum Download anbieten. Dies aus zwei Gründen: 1. Hinter der ArchivistaBox Alibs III steckt viel Arbeit, sehr viel Arbeit. Diese Arbeit wird durch unsere Kunden finanziert, ohne die wir keine ArchivistaBox je realisieren hätten können. Daher stellen wir die ArchivistaBox Albis III derzeit unseren Kunden zur Verfügung, und zwar im Rahmen des Wartungsvertrages kostenfrei samt Hardware, und fixfertig konfiguriert. Dabei gilt, für jede bisherige Scan-Station kann kostenfrei eine neue Albis III bezogen werden.

2. Wir haben die vergangenen Jahre unsere lieben Erfahrungen mit Trittbrettfahren gemacht. Da wurden Lösungen realisiert, dass einem die Haare zu Berge stehen, und zwar mindestens bis zum Gipfel des Matterhorns. Und dies nicht nur, weil viele sich als offizielle Vertriebspartner ausgegeben haben (hier müssen wir jeweils unseren Anwalt bemühen), sondern vorallem, weil diese Lösungen derart schlecht implementiert wurden, dass wir oft Tage an Arbeit in Offerten aufnehmen müssen, um aus miserabel aufgesetzten halbwegs vernünftige Lösungen hinzukriegen.

Und daher bleibt es dabei, die Albis III wird es (zumindest derzeit) weder frei zum Download geben, noch werden wir diese für 40 USD (den reinen Hardwarekosten für die Platine) anbieten können. Dies alleine schon deshalb, weil wir nicht nur das "nackte" Board liefern, sondern eine fixfertig einsetzbare ArchivistaBox, die aus Platine, Gehäuse, Netzteil, USB-Micro-Kabel, extrem schneller 8GB-SD-Karte, USB-Keypad und fixfertig konfigurierter ArchivistaBox-Software bestet. Immerhin, die Albis III kostet nicht mehr als die bisherigen Albis-Boxen, scannt dafür im Vergleich zur Albis I dreimal so schnell, und selbst im Vergleich zur Albis II verarbeitet die Albis III noch immer die doppelte Anzahl Seiten. Die Albis III kann daher selbst bei Scannern zum Einsatz kommen, bei denen pro Tag mehere 10'000 Seiten zu verarbeiten sind. Vergessen Sie Power-Edge-Workstations mit lauten Lüftern beim Scannen, die Alibs III wiegt wie gesagt gerade einmal 86 Gramm und benötigt unter Last keine 4 Watt.

Derzeit kommt die ArchivistaBox Albis III einzig zum Scannen zum Einsatz. Von der Leistungsfähigkeit könnte sie aber auch als ganz normale ArchivistaBox zum Einsatz kommen. Derzeit könnten auf dem 86g schweren ArchivistaBox-Zwerg weit über 2 Mio. Seiten Platz finden
,
dies sind immerhin ca. 4000 Bundesordner. Offen gestanden hätte ich vor 15 Jahren nie zu träumen gewagt, dass wir dereinst ein solches Produkt anbieten werden können. In diesem Sinne: Happy Birthay Archivista!

P.S: Die ArchivistaBox Alibs III enthält selbstverständlich die Treiber aller Scanner fixfertig installiert bereit. Einfach Gerät anschliessen und scannen; einfacher kann Scannen nicht sein, kosteneffizienter ohne die ArchivistaBox Albis III ebenso nicht!

« Zurück: Cloud & MoreWeiter: PDFs für die Ewigkeit »