FrOSCamp 17./18.9

Archivista am 17./18.9.2010 mit Stand und Vortrag an FrOSCamp (ETH Zürich)

Pfaffhausen, 7. September 2010: Wir freuen uns sehr, Sie am 17. und 18. September 2010 an der ETH Zürich am neuen Open Source Event der Schweiz begrüssen zu dürfen. FrOSCamp ist entstanden, weil es in der Schweiz bisher keinen Open Source Event gab, der ausschliesslich Open Source-Projekten eine Plattform gibt. Das Free Open Source Camp wird in diesem Jahr zum ersten Mal ausgetragen.

Bemerkenswert ist die Ausrichtung auf Open Source. Zugelassen zum Event sind nicht Firmen sondern Projekte, sofern sie Open Source sind. Wenn heute von Open Source die Rede ist, so heisst das allerdings noch lange nicht, dass auch Open Source drin steckt. Zur Erinnerung sei auf die Definition nach wikipedia.ch verwiesen: Open Source (brit.) und quelloffen ist eine Palette von Lizenzen für Software, deren Quelltext öffentlich zugänglich ist und durch die Lizenz Weiterentwicklungen fördert.

Breit gefasster Begriff Open Source

Der Begriff Open Source wird aber oft viel breiter gefasst. Als Beispiel sei auf die CH Open Source Awards 2010 bzw. die Gewinner verwiesen. Zwei der drei Preisträger (wir gratulieren herzlich!) verwenden Open Source Produkte und erstellen daraus ein Produkt, ohne die so erstellte Applikation bzw. die Sourcen freizugeben. Beim dritten Preisträger gibt es eine Community- und eine Commercial-Version (nicht identische Sourcen).

Ein weiteres Beispiel: Viele Mobile-Phones enthalten heute Linux als Kern. Wenn aber Applikationen (Apps) nur über einen vorgegebenen Shop aufgespielt werden dürfen, wenn der Hersteller sich das Recht einräumt, Ihnen jederzeit Applikationen wieder zu entfernen, so kann hier kaum mehr von Open Source die Rede sein. Und doch handelt es sich bei den Mobile-Phones um Open Source, denn die Sourcen stehen zur Verfügung. Dass es Ihnen dabei kaum bzw. nur mit hohem Aufwand möglich sein wird, die Sourcen in modifizierter Form aufzuspielen, ist eine andere „Geschichte“. Entscheidend ist, dass die Sourcen zur Verfügung stehen, und dass Sie damit machen dürfen, was Ihnen beliebt, sofern Sie den geänderten Code wiederum unter der gleichen Lizenz weitergeben.

Dies im Unterschied zu den prämierten Lösungen bei besagtem Award. Bei Produkten, bei denen Open Source zur Anwendung kommt, wo aber die Sourcen zum Produkt selber nicht offengelegt sind, kann nicht von Open Source die Rede sein. Bei einer Software, bei der es eine Community- und Commercial-Version gibt, ist nur erstere Open Source. Selbst dann nicht, wenn Sie bei der Commercial-Version ebenfalls die Sourcen erhalten. Entscheidend ist die Lizenzform bzw. bei einer Open Source Lizenz das Recht mit dem Code frei verfahren zu dürfen. Ist dieses Recht nicht gegeben, handelt es sich nicht um Open Source.

ArchivistaBox Open Source mit GPLv2-Lizenz

Bei der ArchivistaBox ist es so, dass Sie eine fixfertig installierbare Version bei sourceforge.net beziehen könnnen. Kunden, welche eine ArchivistaBox erwerben, können personalisierte ISO-Dateien direkt ab unseren Servern beziehen. Dabei verwenden wir den gleichen Code sowohl in der Version bei sourceforge.net, als auch bei den für unsere Kunden erstellten ISO-Dateien. Offen gestanden würde das Pflegen von zwei Versionen für uns zu viel Aufwand bedeuten.

Die Versionen bei soureforge.net sind im übirgen meist etwas aktueller als es die Versionen sind, die wir den Kunden ausliefern. So erhalten die Kunden im Moment die Version 20100805, während bei sourcefoge.net im Moment 20100906 beim automatischen Download bereitgestellt wird. Die Open Source Version vom 5. August 2010 (20100805) steht aber bei sourceforge ebenfalls zur Verfügung, wie alle je publizierten Versionen seit mehreren Jahren.

Offenheit und Transparenz sind uns wichtig. Und darum möchten wir auch dies hier gesagt haben, die Dokumentation zur ArchivistaBox ist nicht Open Source. Sollten Sie die offizielle Dokumentation zur ArchivistaBox bzw. das Handbuch selber zum Download anbieten oder in gedruckter Form vertreiben, so liegt ganz klar eine Copyright-Verletzung vor, genauso wie die Wort-/Bildmarke Archivista nicht verwendet werden darf. Worum geht es dabei? Wir möchten ganz einfach, dass dort wo Archivista draufsteht, auch Archivista drin ist.

Wie gesagt, die ArchivistaBox ist Open Source und Sie dürfen die Sourcen jederzeit frei verwenden, Sie finden diese zudem in versionierter Form (Rückverfolgbarkeit der Änderungen) unter http://svn.archivista.ch/websvn. Und noch etwas möchten wir an dieser Stelle gesagt haben, Open Source heisst, dass ein Haftungsausschluss vereinbart ist, d.h. es gibt bei einer Open Source Lizenz kein Anrecht auf das Funktionieren der Lösung, genauso wie kein Anspruch auf Support besteht. Von beide Punkten und viel mehr (z.B. 15 Jahre Erfahrung) profitieren Sie ausschliesslich dann, wenn Sie eine ArchivsitaBox bei uns bzw. einem autorisierten Vertriebspartner erwerben. Und, bei der käuflich erworbenen ArchivistaBox können Sie eine kommerzielle Texterkennung aufspielen, diese steht bei der Open Source Version aus lizenztechnischen Gründen nicht zur Verfügung.

Kostenfreier Support in Foren und an FrOSCamp-Stand

Trotzdem soll(t)en Anwender/innen, welche die ArchivistaBox unter der GPL-Lizenz anwenden, nicht einfach im Regen stehen, wenn sie mit der ArchivistaBox arbeiten. Daher stellen wir das Handbuch kostenfrei zur Verfügung, genau so wie es kostenlose Support-Foren gibt. Ohne dieses „Grundangebot“ hätten wir zwar noch immer ein Open Source Produkt, allerdings würde der Einsatz massiv erschwert. Ebenfalls kostenfreien Support gewähren wir jeweils an Open Source Messen und daher laden wir Sie herzlich zum Besuch unseres Standes am diesjährigen FrOSCamp-Event ein. Die Veranstaltung findet am Freitag und Samstag, dem 17. und 18. September 2010 an der ETH Zürich statt.

Wir freuen uns auf alle die vorbei schauen. Falls Sie möchten, dass wir die Open Source Version der ArchivistaBox auf Ihren Computer aufspielen, bringen Sie einfach einen Computer mit. Für das Initiieren der Installation dürften etwa 5 Minuten reichen, nach weiteren 15 bis 20 Minuten ist eine Installation abgeschlossen, wie gesagt, wir erledigen den Job gerne für Sie, dies ganz nach dem Motto, first come, first served. Von Vorteil ist es, wenn wir die Arc
hivistaBox virtualisiert aufspielen können, weil dabei ein paralleler Betrieb mit einem bestehenden Betriebssystem möglich ist. Ist dies nicht der Fall, muss der gesamte Computer für die ArchivistaBox verfügbar sein. insbesondere sei klar gesagt, dass die gesamte Festplatte (bei einer nicht virtualisierten Installation) überschrieben werden muss.

Vortrag Virtualisierung im Vergleich mit XEN, KVM und VMWare

Bei dieser Gelegenheit möchten wir auch gerne auf unseren Vortrag verweisen, den wir am Samstag, am 18. September 2010 um 17:00 Uhr am FrOSCamp-Event halten werden. Dabei wird es um das folgende Thema gehen:

Ein Vergleich zwischen den bekanntesten Virtualisierungslösungen VMWare, XEN und KVM zeigt auf, welche Vor- und Nachteile bei den verschiedenen Lösungen zu erwarten sind. Der Vortrag gibt eine erste Antwort zur Frage, mit welchen Ressourcen KMU-Unternehmungen heute Virtualisierung einführen und betreiben können.

Momentan stecken wir mitten in den Vorbereitungen, wir denken, dass wir einige spannende Informationen präsentieren können werden. In diesem Sinne laden wir Sie gerne ein, uns am diesjährigen FrOSCamp-Event zu besuchen.

Nachtrag: Dank, gut besuchter Vortrag und Skript

Nachtrag vom 18.9.2010: Wir danken für den tollen Event, dem OK für die Organisation, den Besuchern für das Interesse an unseren Produkten und den vielen Zuhörer/innen für den vollen Vortragssaal. Wie versprochen findet sich das Skript zum Thema ‚Virtulisierung mit XEN, KVM und VMWare‘ hier.