{"id":13,"date":"2010-10-04T11:42:46","date_gmt":"2010-10-04T09:42:46","guid":{"rendered":"http:\/\/schulenwegg.ch\/cms\/?page_id=13"},"modified":"2020-12-28T11:26:36","modified_gmt":"2020-12-28T10:26:36","slug":"vista-erfahrungen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/archivista.ch\/cms\/de\/aktuell-blog\/jahre-2008-2019\/blogs-2008\/vista-erfahrungen\/","title":{"rendered":"Vista-Erfahrungen"},"content":{"rendered":"<h1>Erfahrungen mit WindowsVista<\/h1>\n<p><span style=\"font-weight: bold;\">Pfaffhausen, 15.2.2008:<\/span> Dadurch, dass die ArchivistaBox komplett auf einer eigenen Box ausgeliefert wird, hat uns die Einf\u00fchrung von WindowsVista relativ &#8222;kalt&#8220; gelassen. Ich erinnere mich aber noch gut an alte Zeiten, wo kein neues Office, oder Windows erschien, ohne dass wir als Software-Anbieter nicht auch gleich eine neue Version von Archivista nachschieben &#8222;mussten&#8220; oder durften. Sicher, bei dieser Gelegenheit h\u00e4tte man auch gleich ein neues Update einfordern k\u00f6nnen, doch alleine, wir von Archivista GmbH haben das nicht gemacht.<\/p>\n<h3>Praktisch jedes Jahr ein kostenpflichtiges Update bei Windows<\/h3>\n<p>Die Firma Archivista GmbH wird im Jahre 2008 zehn Jahre alt. In dieser Zeit gab es genau zwei kostenpflichtige Updates, das erste 2002 mit der Einf\u00fchrung von Archivista5, das zweite Update erfolgte mit der produktiven Einf\u00fchrung der ArchivistaBox im Jahre 2007. W\u00e4hrend dieser Zeit hat es folgende Windows-Versionen gegeben: Windows95, Windows98, Windows98SE, WindowsME, Windows NT 3.5, WindowsNT, Windows2000, Windows XP, Windows Server 2003 sowie nun WindowsVista in allen Varianten. Merke: Bei Windows gab\/gibt es im Schnitt praktisch jedes Jahr ein kostenpflichtiges Update, bei Archivista im Schnitt alle f\u00fcnf Jahre.<\/p>\n<h3>100:1 im Vergleich zu Windows95 zu WindowsVista<\/h3>\n<p>Eine weitere Kennzahl gef\u00e4llig. Windows95 &#8222;verschlingt&#8220; auf der Festplatte etwa 100 MByte, bei WindowsVista sind es mittlerweile etwa 10 GByte, bzw. 10&#8217;000 MByte, wir bewegen uns also in etwa bei Faktor 1:100. Das gleiche Bild ergibt sich beim Bedarf an Hauptspeicher. Windows95 ben\u00f6tigte 8 MByte f\u00fcr einen vern\u00fcnftigen Betrieb, bei WindowsVista ist es 1 GByte, bzw. 1024 MByte, d.h. hier haben wir Faktor 1:128. Nun sind in der Zwischenzeit die Rechner nat\u00fcrlich schneller geworden, aber eben doch nicht um den Faktor 1:100, es d\u00fcrfte wohl so sein, dass wir ca. alle zwei Jahre eine Verdoppelung der Rechnerkapazit\u00e4t erleben durften. Wir rechnen: 1:2:4:8:16:32 (Stand nach 10 Jahren). Diese Zahlen sind nun nicht wissenschaftlich abgest\u00fctzt, sie d\u00fcrften aber dennoch etwa hinkommen. Bei den Festplatten z.B. hatten wir vor ca. 10 Jahren 2 bis 4 GByte, w\u00e4hrend es heute schon 60 bis 120 GByte sein d\u00fcrften.<\/p>\n<h3>Vista ben\u00f6tigt neue schnellste Rechner<\/h3>\n<p>So gesehen haben wir das Problem, dass WindowsVista in etwa die hundertfache Kapazit\u00e4t im Vergleich zu Windows95 ben\u00f6tigt, dass wir aber bei der Hardware erst bei Faktor 1:32 angekommen sind.<\/p>\n<p>Einen Teil der Differenz k\u00f6nnen wir mit schnellerer Hardware ausgleichen (wir kaufen z.B. kaum mehr einen neuen Rechner, der nicht mindestens 2 GByte Hauptspeicher hat; wir haben dann aber noch immer das Problem, dass diese Rechner nicht kosteng\u00fcnstiger sind als 1998. Und dabei gibt es diese Rechner wie Sand am Meer. Zusammenfassend w\u00fcrde ich es etwa so formulieren: Das Hauptproblem von WindowsVista liegt darin, dass es der Hardware um mindestens zwei bis vier Jahre vorauseilt bzw. heute auf einfachen B\u00fcrorechnern schlicht zu langsam ist. Der Preis ist hoch, wir k\u00f6nnen WindowsVista nicht nur nicht mehr auf bestehenden Computern installieren, wir m\u00fcssen auch noch \u00fcberteuerte leistungsf\u00e4higere Rechner kaufen, damit wir einigermassen gleich schnell arbeiten k\u00f6nnen wir vor zehn Jahren.<\/p>\n<p>Man mag mir vorwerfen, ich w\u00fcrde die Fakten einseitig zu Ungunsten von WindowsVista auslegen. Z.B. ist es in der Tat so, dass 1998 ja bereits Windows98, oder gar Windows98SE auf dem Markt war. Das stimmt schon, nur WindowsVista h\u00e4tte ja auch bereits 2006 auf dem Markt erscheinen sollen bzw. ist mittlerweile schon eine ganze Weile auf dem Markt.<\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic;\">Und noch etwas, anno 1998 wurden die Rechner noch aufger\u00fcstet, von Windows95 auf Windows98 oder gar auf WindowsNT. Das ist heute undenkbar. Ich habe im letzten Jahr einige Kunden mit WindowsVista erlebt, allesamt hatten sie neue Hardware.<\/span><\/p>\n<h3>WindowsVista im Einsatz bei Archivista GmbH<\/h3>\n<p>Und wenn wir nun selber auch zwei WindowsVista-Rechner angeschafft haben, dann erstens, weil einer meiner Kunden den Druckertreiber (davon in einem der n\u00e4chsten Blogs mehr) nicht auf Anhieb unter Vista zum Laufen brachte und zweitens weil WindowsVista in einer handels\u00fcblichen Lizenz etwa gleich viel kostet wie ein Rechner, der WindowsVista enth\u00e4lt.<\/p>\n<p><span style=\"font-style: italic;\">Vergleich: Acer Rechner f\u00fcr ca. 650 sFr. bzw. ca. 400 Euro (inkl. MwSt). Bei <\/span><a style=\"font-style: italic; font-weight: bold;\" href=\"https:\/\/www.toppreise.ch\/de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">topreise.ch<\/a><span style=\"font-style: italic;\"><span style=\"font-weight: bold;\"> <\/span>wird WindowsVista Ultimate f\u00fcr einige Fr\u00e4nkli bzw. Euros mehr angeboten. Nat\u00fcrlich muss ich ja kein WindowsVistaUltimate erwerben, und ja, das Acer-Notebook hat nur VistaHome Premium.<\/span>   <span style=\"font-style: italic;\">Aber: Wie erstelle ich eine Sicherungskopie von WindowsVista mit Bordmitteln? Ja eben, mit WindowsVista Ultimate oder mit einem Notebook, dass diese Tool bereits mitliefert.<\/span><\/p>\n<p>Alles andere wird noch teurer, denn WindowsVista hat sich reichlich M\u00fche gegeben, dass es mit OpenSource-Tools nicht so einfach gelingt, eine Backup-Kopie zu ziehen. Und ja, diese Backup-Kopie ben\u00f6tigen wir schon, denn es soll ja vorkommen, dass Windows h\u00e4ngt, und dann ist die Backup-Kopie n\u00f6tig, ansonsten der Computer nicht mehr brauchbar ist.<\/p>\n<p>Nun haben wir also zwei Notebooks hier stehen, einmal mit WindowsVista auf Deutsch und einmal mit der englischen Version.<span style=\"font-style: italic;\"> <\/span>Bei beiden Notebooks lag im \u00fcbrigen keine DVD mehr dabei und gleich zu Beginn muss erst- und einmalig ausgew\u00e4hlt werden, welche Sprachversion installiert werden soll. Wir k\u00f6nnten sonst wohl noch auf die irrsinnige Idee kommen, mit dem gleichen Notebook parallel zwei Sprachen fahren zu wollen.<\/p>\n<p>Ich erinnere mich noch gut daran, dass es bei Windows XP wenigstens eine Multilingual gab, wir also s\u00e4mtliche Sprachen auf einem Rechner fahren konnten. Und ja, ich habe mittlerweile auch keine grosse Lust mehr, die Microsoft MSDN-Pakete zu erwerben. Diese kosten (MSDN Operating Systems ca. 850 Euro exkl. MwSt.) ebenfalls deutlich mehr als zwei neue Notebooks mit WindowsVista zusammen.<\/p>\n<h3>Erstellen einer Recovery DVD dauert Tage<\/h3>\n<p>Mittlerweile sind diese zwei Notebooks so eingerichtet, dass wir bequem ein WindowsVista in zehn Minuten zur\u00fcckspielen k\u00f6nnen und folglich getrost im Support arbeiten k\u00f6nnen. Der Preis daf\u00fcr war allerdings doch h\u00f6her als erwartet. So legt <span style=\"font-style: italic;\">WindowsVista z.B. eine Shadow-Kopie an, wenn anstatt &#8218;Herunterfahren&#8216; der Modus &#8218;Energie sparen&#8216; angew\u00e4hlt wird. Und ja, dummerweise ist neu nicht mehr &#8218;Herunterfahren&#8216; voreingestellt, sondern &#8218;Energie sparen&#8216;.<\/span> Mit anderen Worten, fr\u00fcher oder sp\u00e4ter wird es wohl passieren und weg ist ein weiteres GByte an Festplattenspeicher. Und genau dieses GByte fehlt dann, um \u00fcberhaupt noch eine Recovery-System auf einer DVD erstellen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Einige weitere &#8222;M\u00fcsterli&#8220;: WindowsVista HomePremium wird mit allen erdenklichen Multimedia-Features mitgeliefert, wer nun eine<span style=\"font-style: italic;\"> <\/span>bootbare ISO-CD erstellen m\u00f6chte, der sucht das Feature leider vergebens,<span style=\"font-style: italic;\"> man k\u00f6nnte sonst ja noch eine Ubuntu-CD erstellen, und das ist (verst\u00e4ndlicherweise) nicht das Ziel von Microsoft. Oder als kleinen Vergleich: Bis s\u00e4mtliche Optionen einigermassen so eingestellt waren, dass wir mit den Maschinen arbeiten k\u00f6nnen, vergingen ca. zwei Tage.<\/span> Alleine das Deinstallieren der nicht ben\u00f6tigten Software (nein, ich m\u00f6chte keine 60-Tage-Testversion von Microsoft Office 2007, und auch das Norton-Paket m\u00f6chte ich nicht 90-Tage testen), dauerte Stunden.<\/p>\n<p>Auch reichlich Zeit ben\u00f6tigte das Auffinden der ca. 700 MByte an Bildchen und Filmchen im benutzereigenen Ordner, die einfach mal ungefragt installiert werden. Und wenn mir beim ewigen Warten und Neustarten des Systems der Gedanke durch den K<br \/>\nopf geht,<span style=\"font-style: italic;\"> <\/span>WindowsVista HomePremium scheint mir eher werbefinanziert denn als gekaufte Windows-Lizenz,<span style=\"font-style: italic;\"> dann wiederspiegelt dies ausschliesslich meine pers\u00f6nliche Meinung. Und ja nat\u00fcrlich, wer Vista Home Premium erwirbt, darf nicht erwarten, dass er damit arbeiten kann, daf\u00fcr g\u00e4be es ja WindowsVista Business und Ultimate.<\/span><\/p>\n<h3>Wer kann bleibt bei XP oder nimmt Ubuntu<\/h3>\n<p>Und zum Abschluss noch dies: In der gr\u00f6ssten Buchhandlung in Z\u00fcrich fragt ein Kunde nach einer Windows-Lizenz. Die Verk\u00e4uferin legt ihm Windows XP ans Herz, sie selber habe auch wieder auf Windows XP zur\u00fcckmigriert, es laufe halt schneller und stabiler. Dem w\u00fcrde ich mich mit der Bemerkung anschliessen wollen, schneller auf jeden Fall und stabiler ganz sicher auch, denn sp\u00e4testens wenn es darum geht, hardwarenahe Treiber zu installieren d\u00fcrfte Windows XP wohl die stabilere Variante darstellen.<span style=\"font-weight: bold;\"><br \/><\/span><\/p>\n<p>Nachtrag: In etwa der gleichen Zeit musste ich Ubuntu 7.10 auf einen Rechner installieren. Der Job war in etwa. 30 Minuten erledigt, der <span style=\"font-style: italic;\">Rechner hatte die H\u00e4lfte an Hauptspeicher und Rechnerleistung der Vista-Notebooks.<\/span> Ganz so \u00fcberraschend ist das nicht, wenn man bedenkt, dass Ubuntu 7.10 noch immer auf einer einzigen CD ausgeliefert wird. <\/p>\n<h3>Hoher Investitionsschutz f\u00fcr ArchivistaBox<\/h3>\n<p>Fazit: Vielleicht verstehen nun einige besser, warum wir uns vor einigen Jahren entschlossen haben, unsere DMS-Software auf einer Box zu vertreiben. <span style=\"font-style: italic;\">Wir k\u00f6nnen heute bei einem Viertel an Hardwarekapazit\u00e4ten die gleiche L\u00f6sung laufen lassen, als wenn wir die Software unter WindowsVista installieren m\u00fcssten\/w\u00fcrden.<\/span> Wir sehen auch, dass (und zwar nicht nur im DMS-Markt) erstaunlich wenig Werbung betrieben wird mit dem Slogan &#8218;WindowsVista ready&#8216;, denn letztlich bedeutet dies f\u00fcr den Kunden, dass er neue Hardware anschaffen muss, und so wirklich toll finden das mittlerweile nur noch wenige.<\/p>\n<p>In Bezug auf unsere Produkte sind wir stolz, dass wir die ArchivistaBox entwickelt haben. Wir k\u00f6nnen uns heute auf unser Kerngesch\u00e4ft konzentrieren und m\u00fcssen nicht alle Jahre wieder unsere Software auf WindowsXYZ patchen, das spart viel Zeit und Energie. Trotzdem, selbstverst\u00e4ndlich bieten wir unseren Kunden einen hohen Investitionsschutz: die <span style=\"font-style: italic;\">ArchivistaBox kann problemlos virtuell auf jedem Windows-Rechner betreiben werden, ganz abgesehen davon, dass wir sowohl den Rich- als auch den WebClient unter WindowsVista supporten.<\/span><span style=\"font-weight: bold;\"><\/p>\n<p><\/span>Und ja, selbst die 1998 erstellten Datenstrukturen k\u00f6nnen 2008 und auch noch Jahrzehnte sp\u00e4ter problemlos (ohne Konvertierung!) verwendet werden. Toll, dass wir z.B. nicht erst bis 2008 gewartet haben, bis sich Microsoft dazu bequemt, die Spezifikationen von Microsoft Office zu ver\u00f6ffentlichen. Wir k\u00f6nnten jetzt, im Jahre 2008, anfangen, die 2&#8217;000 ver\u00f6ffentlichten Seiten zu lesen. Die Spezifikationen zu den Formaten, die in der ArchivistaBox verwendet werden, liegen alle seit jeher dokumentiert, quelloffen vor. Es sind ca. 20 A4-Seiten; dies ergibt Faktor 1:100. Auch dies ein Grund, f\u00fcr die Archivierung doch eher eine ArchivistaBox zu verwenden anstatt auf Microsoft-Produkte zu setzen.<\/p>\n\n\n\n\t<div class=\"dkpdf-button-container\" style=\"            text-align:right \">\n\n\t\t<a class=\"dkpdf-button\" href=\"\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/13?pdf=13\" target=\"_blank\"><span class=\"dkpdf-button-icon\"><i class=\"fa fa-file-pdf-o\"><\/i><\/span> PDF Button<\/a>\n\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erfahrungen mit WindowsVista Pfaffhausen, 15.2.2008: Dadurch, dass die ArchivistaBox komplett auf einer eigenen Box ausgeliefert wird, hat uns die Einf\u00fchrung von WindowsVista relativ &#8222;kalt&#8220; gelassen. 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