{"id":16,"date":"2010-10-04T14:57:42","date_gmt":"2010-10-04T12:57:42","guid":{"rendered":"http:\/\/schulenwegg.ch\/cms\/?page_id=16"},"modified":"2015-11-24T21:52:42","modified_gmt":"2015-11-24T20:52:42","slug":"10-jahre-archivista","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/archivista.ch\/cms\/de\/aktuell-blog\/jahre-2008-2019\/blogs-2008\/10-jahre-archivista\/","title":{"rendered":"10 Jahre Archivista"},"content":{"rendered":"<h1>\n\t10 Jahre ist es her&#8230;<br \/>\n\tHappy Birthday Archivista GmbH<br \/>\n<\/h1>\n<p>\n\t<span style=\"font-weight: bold;\">Pfaffhausen, 31. M&auml;rz 2008:<\/span> Genau vor 10 Jahren, am 31. M&auml;rz 1998 wurde die Firma Archivista GmbH gegr&uuml;ndet. Ich m&ouml;chte diesen Beitrag dazu verwenden, kurz R&uuml;ckschau &uuml;ber die wichtigsten nebens&auml;chlichen Etappen der Firmengeschichte zu halten, d.h. &uuml;ber Dinge zu sprechen, die sonst glatt nicht in die Geschichte eingehen w&uuml;rden.\n<\/p>\n<p>\n\tUm es gleich vornweg zu sagen, es gibt einfachere Dinge, als eine Firma zu gr&uuml;nden, die f&uuml;r einige hundert Franken bzw. Euro eine Archivsoftware anbietet. Das erste Gesch&auml;ftsjahr ist mir stark in Erinnerung geblieben mit irritiertem Kopfsch&uuml;tteln, zuweilen gar L&auml;cheln, dass das unm&ouml;glich sei, was wir anbieten w&uuml;rden. Und &uuml;berhaupt, wer archiviert denn schon professionell auf CDR, das ist im besten Falle ein Spielzeugdatentr&auml;ger, auch diesen Einwand h&ouml;rten wir oft und mit einem Unterton an Entr&uuml;stung. Oder: So so, 10 Jahre soll euer Archiv halten, dann warten wir mal ab, ob es euch in sechs Monaten noch gibt.\n<\/p>\n<p>\n\tUnsere Argumente, dass wir z.B. nur quelloffene Archivformate verwenden w&uuml;rden, und dass es dokumentierte Import- und Export-Schnittstellen g&auml;be, auch dies wurde &auml;usserst skeptisch wahrgenommen. Bestens in Erinnerung geblieben ist mir auch das Gespr&auml;ch mit einem Produkt Manger einer heute noch auf dem Markt t&auml;tigen Weltfirma, der unsere Software umgehend orderte und mir gleichsam einen Teilzeitjob anbieten wollte. Wohlgemerkt, besagte Weltfirma produziert(e) damals wie heute Archivierungsprodukte.\n<\/p>\n<h3>\n\tJukeboxen haben das Zeitliche gesegnet&#8230;<br \/>\n<\/h3>\n<p>\n\tHeute d&uuml;rfen wir immerhin festhalten, die Firma Archivista GmbH hat 10 Jahre m&uuml;helos &uuml;ber die Runden gebracht und unsere Datentr&auml;ger haben das Zeitliche noch l&auml;ngst nicht gesegnet. Dies ganz im Gegensatz zu den damals &quot;sauteuren&quot; Jukeboxen, die vor einigen Jahren sang- und klanglos vom Markt genommen wurden, obwohl die Ger&auml;te doch ab ca. 20&#39;000 Franken oder mehr kosteten und viel viel professioneller seien als die Ramsch-Brenner, die wir empfohlen haben. Ich habe diesen Argumenten damals wie heute entgegnet, dass die Audio-Kasette ja alleine aufgrund der Verbreitung gut und gerne &uuml;berleben werde, ganz egal wie genial DAT nun sei. Und genauso ist es den CDs ergangen. Ich bin im &uuml;brigen auch heute noch gerne bereit, Ihnen meine ersten selbstgebrannten CDs aus dem Jahre 1991 zu zeigen, vorausgesetzt wir treffen uns nicht an der prallen Sonne oder in der Schreinerei. Zu warm oder zu staubig geziemt sich nicht.\n<\/p>\n<h3>\n\tDas Hupp-Horn vom Support<br \/>\n<\/h3>\n<p>\n\tDie Anfangszeit war im &uuml;brigen gepr&auml;gt durch sehr viel Windows. Ja, ich gebe es gerne zu, die erste Version von Archivista lief mit der &quot;Datenbank&quot;-Engine Microsoft Access. Ob diese Entscheidung im Nachhinein richtig oder falsch war, ist schwierig zu sagen. Wir haben dabei aber in jedem Falle extrem viel gelernt. Z.B. auch, dass in einer nicht namentlich zu nennenden Firma Supportabteilungen ein Hupp-Horn haben, das signalisiert, wenn die durchschnittliche Supportzeit &uuml;berschritten wird. Oder dann sind wir fr&uuml;h auf eine Firma gestossen, die eine Datenbank namens MySQL bzw. mSQL produziert. Unsere erste Bestellung datiert aus einer Zeit, wo diese Firma niemand, aber auch gar niemand kannte.\n<\/p>\n<h3>\n\tMySQL akzeptieren wir nicht&#8230;<br \/>\n<\/h3>\n<p>\n\tNachdem wir drei Jahre sp&auml;ter MySQL in unser Produkt integrierten, erinnere ich mich im &Uuml;brigen noch gut an ein Gespr&auml;ch mit einem EDV-Verantwortlichen der gr&ouml;ssten Schweizer Stadtverwaltung. Es gehe nicht an, dass wir ein NoName-Produkt als Datenbankgrundlage verwenden w&uuml;rden, sie w&uuml;rden nur Access, MS SQL sowie Oracle akzeptieren. Ich will doch hoffen, dass dies heute nicht mehr so ist. Ansonsten hat sich der Umstieg von Access zu MySQL f&uuml;r uns in jedem Falle gelohnt. Pl&ouml;tzlich konnten wir mit wenig Aufwand L&ouml;sungen mit einer Stabilit&auml;t und in einer Gr&ouml;ssenordnung realisieren, die wir bis dahin nie f&uuml;r m&ouml;glich hielten.\n<\/p>\n<h3>\n\tIn der Stadt namens D&#8230;<br \/>\n<\/h3>\n<p>\n\tUnd doch gab es Archive im Millionenbereich bereits mit der Access-Engine. In einer Stadt namens D. wurde das Bauamt mit Archivista 4.x best&uuml;ckt. Erworben wurde eine 5er-Lizenz. Und das ist nun kein Aprilscherz. Der EDV-Verantwortliche h&auml;tte gerne eine Erweiterung in unserem Produkt gesehen. Einen Knopf, mit dem sich die Benutzer tempor&auml;r abmelden h&auml;tten k&ouml;nnen, damit die 600 Benutzer mit der 5er-Lizenz besser arbeiten k&ouml;nnten. Die Erweiterung ist nie entstanden, aber gerne ermuntere ich den entsprechenden EDV-Verantwortlichen heute, die GPL-Editon der ArchivistaBox zu verwenden, dann brauchts auch keinen Knopf mehr. Mit einem Dualcore-Rechner k&ouml;nnten dann sogar einige hundert Benutzer gleichzeitig mit Archivista arbeiten, die entsprechenden Tests haben wir letzthin im Rahmen eins Kundenprojektes durchgef&uuml;hrt. Nur etwas ist uns nicht m&ouml;glich, wenn wir eine ArchivistaBox mit Support installieren, k&ouml;nnen wir bei 5-Supportlizenzen nicht 600 Benutzer supporten.\n<\/p>\n<h3>\n\tEin Rack-Schrank zum Reinstehen<br \/>\n<\/h3>\n<p>\n\tJa, und dann sind hier noch all die wertvollen Erfahrungen mit den Hauslieferanten unserer Kunden. Bei einem Kunden haben wir zu unserer grossen &Uuml;berraschung keinen Server vorgefunden. Die ca. 20 Mitarbeiter\/innen arbeiteten alle mit einem CD-Brenner als Backup-Ger&auml;t. Schade nur, dass beim Backup die Joliet-Dateierweiterungen nicht aktiviert waren. So lagen auf den Backup-Datentr&auml;ger lauter Word- und Exel-Dateien mit achtstelligen kryptischen Dateinamen. Die Firma hat dann einen Netzwerker beauftragt, der einen Server anlieferte. Gleichzeitig wurde ein Rack f&uuml;r mehrere tausend Franken geordert. Auf meine Nachfrage, weshalb f&uuml;r einen Server ein drei Meter hoher Rack-Schrank notwendig sei, wurde mir entgegnet, dass habe man sich auch gefragt. Ja, ob sie denn nicht nachgefragt h&auml;tten. Doch, doch da habe der Lieferant gesagt, der grosse Rack-Schrank sei schon sinnvoll, damit der Techniker beim Einrichten des Servers stehen k&ouml;nne. Ehrlich gesagt konnte ich mir ein kleines L&auml;cheln nicht verkneifen.\n<\/p>\n<p>\n\t&Uuml;ber die Jahre hinweg haben wir vorallem die Erfahrung gemacht, dass es f&uuml;r den Kunden unheimlich schwierig ist zu verstehen, wer wof&uuml;r in der Informatik verantwortlich ist. Unsere L&ouml;sung lief damals meistens auf dem einen vorhandenen Server. Das ging mit Novell oder Windows NT meist auch gut, erst sp&auml;ter mit der zunehmenden Migrationseuphorie auf neuere Rechner, kamen Konzepte wie eine Applikation pro Server auf. F&uuml;r uns hatte das den Nachteil, dass wir oft f&uuml;r Kosten verantwortlich gemacht wurden, die wir gar nie als sinnvoll erachtet haben. Nebenbei erw&auml;hnt, dies war die Geburtsstunde unserer ArchivistaBox. Denn wenn es schon einen Server pro Applikation braucht, dann liefern wir lieber selber einen kleinen Winzling aus, der wenig wiegt und sparsam im Stromverbrauch ist.\n<\/p>\n<p>\n\tUnsere ArchivistaBoxen sind heute gut positioniert. Wir k&ouml;nnen heute ein System inklusive Hardware (L&ouml;sung, Rechner + Scanner) ausliefern, wof&uuml;r wir vor 10 Jahren noch nicht mal die Software bzw. den Scanner h&auml;tten hinstellen k&ouml;nnen. Und weil die ArchivistaBox als Embedded-Linux-L&ouml;sung l&auml;uft, kann sie pfannenfertig ausgeliefert werden. Das spart enorm viel Zeit. W&auml;hrend wir fr&uuml;her f&uuml;r eine L&ouml;sung mit einigen hunderttausend Akten ein zwei Tage Implementierung kalkulierten, sind es heute noch ein zwei Stunden, bis die L&ouml;sung betriebsbereit bereitsteht.\n<\/p>\n<p>\n\tUnd wenn ich kurz in die Racks hineinschaue, dann frage ich mich zuweilen schon, warum um Himmelswillen nun pl&ouml;tzlich derart viele grosse Kisten dastehen, wenn eine kleine Box wie unsere doch auch reichen w&uuml;rde. Die ArchivistaBoxen gibt es nun seit einigen Jahren und zu Beginn war ein langj&auml;hriger Kunde etwas skeptisch. Nicht nur, dass die ArchivistaBox unter Linux lief, sondern auch, dass wir zwei kleine Boxen als Server hinstellen wollten. Letztlich bestellte er einen Server eines nahmhaften Herstellers (bekanntgeworden durch drei weisse Buchstaben) sowie die Backup-Box bei uns. Der Server gab vor ca. einem Jahr den Geist auf; unsere Backup-Box l&auml;uft n<br \/>\n\toch immer, und seit dem Ausfall des grossen Servers verrichtet eine zweite kleine Box (in der Funktion als Hauptserver) den Dienst ohne Schwierigkeiten.\n<\/p>\n<h3>\n\tSend more Swiss Fr&auml;nkli&#8230;<br \/>\n<\/h3>\n<p>\n\tDie ArchivistaBox bzw. unsere L&ouml;sung im engeren Sinne besteht aber in erster Linie aus Software. Auch hier gibt es nette Erinnerungen. Die (damals gar nicht lustige) Geschichte datiert von der Entwicklung der Volltext-Suchmaschine Search33 (stand im Einsatz bis ca. 2004). Search33 wurde entwickelt, weil Serach32 f&uuml;r gr&ouml;ssere Archive zu langsam war. Die Entwicklung von Search33 wurde daher genau spezifiziert mit Leistungsumfang und Antwortzeiten, so richtig sch&ouml;n mit Pflichtenheft und Konditionen. Kurz vor Fertigstellung des Produktes gibt es bei einer Funktion ein Performence-Problem. Der Entwickler der Firma meldet sich in einem Mail mit den folgenden Worten: &quot;If you send more Swiss frankly, we will make it faster&quot;. Immerhin, ich konnte den Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer &uuml;berzeugen, dass dies so nicht gehe. Die kleine Episode hat aber sicherlich auch dazu beigetragen, dass wir seit einigen Jahren einzig und alleine mit quelloffener Programmierung arbeiten.\n<\/p>\n<h3>\n\tC, Doppelpunkt, Backslash, Backslash<br \/>\n\t= C:backslash ???<br \/>\n<\/h3>\n<p>\n\tUnd dann gibt es da noch das Supportgespr&auml;ch, wo wir uns etwa eine Stunde dar&uuml;ber unterhalten, dass der Kunde nun c, Doppelpunkt, Backslash, Backslash eingeben m&uuml;sse. Leider hat der Kunde eingegeben: c:backslash. Eine der ersten Funktionen, die wir der ArchivistaBox spendierten, war eine vern&uuml;nftige Fernwartung. Damit k&ouml;nnen wir dem Kunden &uuml;ber die Schulter schauen und er uns. Das tr&auml;gt viel zum gegenseitigen Vertrauen bei und hat sich als &auml;ussert speditiv bei Supportf&auml;llen erwiesen. Allerdings hilft die Fernwartung nicht mehr weiter, wenn die Maschine hardwareseitig nicht l&auml;uft. Auch das wurde gemeldet. Bei der telefonischen Nachfrage, ob die Box denn eingeschaltet sei, entgegnet die Anwenderin, man habe die Frage an den interen Support weitergeleitet. Die Antwort der hauseigenen Support-Abteilung (immerhin ein Team von einigen Mitarbeitern) lautete, es m&uuml;sse sich in jedem Fall um ein Support-Problem handeln, die Anwenderin habe glaubhaft versichert, dass die Statuslampe des Ger&auml;tes an sei. Also gut, am n&auml;chsten Tag f&auml;hrt ein Mitarbeiter mit einer Ersatzbox zum Kunden &#8212; es brennt keine Statuslampe, die Box ist schlicht und einfach nicht eingeschaltet, wohl aber am Stromnetz angeschlossen. Die fragliche Statuslampe entpuppt sich als Bereitschaftsanzeige des Netzwerkports. Immerhin, das &quot;Softwareproblem&quot; war mit einem Klick auf den Hauptschalter aus der Welt geschaft.\n<\/p>\n<p>\n\tSo, damit w&auml;ren ein paar Anektoten der ersten 10 Jahre erz&auml;hlt. Ob es weitere 10 Jahre dauert, bis die n&auml;chsten &quot;M&uuml;sterlis&quot; auf dieser Homepage erscheinen, das bleibe an dieser Stelle einmal dahingestellt. All unseren Kunden und unseren Lieferanten, mit denen wir in den ersten 10 Jahren erfolgreich zusammenarbeiten durften, m&ouml;chten wir an dieser Stelle ganz herzlich f&uuml;r die spannende und erfolgreiche Zeit danken. Und noch etwas, wir sind jetzt zwar 10 Jahre alt, das heisst aber noch lange nicht, dass in den n&auml;chsten Monaten nicht noch die eine oder andere Geburtstags&uuml;berraschung eintreten wird.<\/p>\n\n\n\n\t<div class=\"dkpdf-button-container\" style=\"            text-align:right \">\n\n\t\t<a class=\"dkpdf-button\" href=\"\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/16?pdf=16\" target=\"_blank\"><span class=\"dkpdf-button-icon\"><i class=\"fa fa-file-pdf-o\"><\/i><\/span> PDF Button<\/a>\n\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>10 Jahre ist es her&#8230; Happy Birthday Archivista GmbH Pfaffhausen, 31. M&auml;rz 2008: Genau vor 10 Jahren, am 31. M&auml;rz 1998 wurde die Firma Archivista GmbH gegr&uuml;ndet. 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