{"id":1871,"date":"2016-09-29T13:30:45","date_gmt":"2016-09-29T11:30:45","guid":{"rendered":"http:\/\/archivista.ch\/cms\/?page_id=1871"},"modified":"2017-06-21T17:39:55","modified_gmt":"2017-06-21T15:39:55","slug":"aktualisierter-unterbau","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/archivista.ch\/cms\/de\/aktuell-blog\/jahre-2008-2019\/jahresrueckblick\/aktualisierter-unterbau\/","title":{"rendered":"Aktualisierter Unterbau"},"content":{"rendered":"<h1>\n\tArchivistaBox neu mit &#39;Debian Jessie&#39;<br \/>\n<\/h1>\n<p>\n\t<em><strong>Egg, 29.9.2016:<\/strong> Die bisherigen Versionen der ArchivistaBox arbeiten sehr stabil. Trotzdem gilt es nach mehr als f&uuml;nf Jahren von den aktuellen Versionen allm&auml;hlich Abschied zu nehmen. Dies deshalb, weil das darunterliegende Betriebssystem Debian langsam aber sicher veraltet. Der nachfolgende Blog gibt &uuml;ber das Warum und Wie Auskunft und gibt einen guten &Uuml;berblick, warum die ArchivistaBox nur &#39;Debian Jessie&#39; like in Anf&uuml;hrungszeichen ist. F&uuml;r all diejenigen, welche technisch nicht interessiert sind, kann hier als Zusammenfassung gesagt werden, es bleibt alles beim alten.<\/em>\n<\/p>\n<p>\n\t<em><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/archivista.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/image\/reben3.jpg\" style=\"width: 600px; height: 337px;\" \/><\/em>\n<\/p>\n<h2>\n\tNeue Hardware verlangt nach neuer Software<br \/>\n<\/h2>\n<p>\n\tDer technologische Fortschritt bei der Hardware ist zuweilen immens. Dazu sei gerne an die <strong><a href=\"https:\/\/archivista.ch\/cms\/de\/aktuell-blog\/swissrocket-en-miniature\/\">neue Hardware f&uuml;r ArchivistaVM<\/a><\/strong> erinnert, die vor vier Wochen vorgestellt wurde. Diese Boxen arbeiten um einige Faktoren performanter als die bisherigen Boxen, obwohl die Gr&ouml;sse der Geh&auml;use faktisch halbiert wurde. Nun liegt es in der Natur der Sache, dass eine neue Hardware nicht immer mit einer alten Software arbeiten kann, weil die alte Software die neue Hardware z.B. ja noch nicht einmal kennt.\n<\/p>\n<p>\n\tDazu ein Beispiel: Die neuen <strong><a href=\"https:\/\/archivista.ch\/cms\/de\/aktuell-blog\/swissrocket-en-miniature\/\">10-GBit-Netzwerkkarten, die neu im Standardumfang von ArchivistaVM<\/a><\/strong> enthalten sind, erfordeten neuen Treiber. Diese h&auml;tten zwar auf dem alten Betriebssystem Debian eingepflegt werden k&ouml;nnen, doch wurde die entsprechende Debian-Version dieses Jahr faktisch archiviert, d.h. jede neue Software h&auml;tte von Hand eingepflegt werden m&uuml;ssen. &Uuml;ber kurz oder lang w&auml;re der Aufwand f&uuml;r die Pflege des &#39;alten&#39; Unterbaus damit immer h&ouml;her geworden. Zeit f&uuml;r ein Upgrade.\n<\/p>\n<h2>\n\t<strong><a href=\"https:\/\/www.debian.org\/releases\/jessie\/\">Debian Jessie mit vielen &#39;Neuerungen&#39;<\/a><\/strong><br \/>\n<\/h2>\n<p>\n\tDebian r&uuml;hmt sich, ein <strong>laufendes System k&ouml;nnte mit &#39;apt-get dist-upgrade&#39; (d.h. mit einem Befehl) auf den aktuellen Stand<\/strong> gebracht werden. Allerdings ist dem <strong><a href=\"https:\/\/www.debian.org\/releases\/jessie\/amd64\/release-notes\/ch-upgrading.de.html\">faktisch nicht so, zu gross sind die &Auml;nderungen bzw. Inkompatiblit&auml;ten.<\/a><\/strong> Das beginnt bei Apache 2.4 und geht weiter zum Fakt &uuml;ber, dass anstelle von MySQL neu MariaDB ausgeliefert wird. Und wenn Debian versprochen hat, neben <strong><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Systemd\">System-D<\/a><\/strong> w&uuml;rde SysInitV zum Starten des Betriebsystemes weiter unterst&uuml;tzt, so entspricht dies leider bestenfalls der halben Wahrheit.\n<\/p>\n<p>\n\t<strong><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Systemd\">System-D<\/a><\/strong> kann zwar einfach ersetzt werden, doch wurde der <strong><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Udev\">Dienst UDEV,<\/a><\/strong> welcher die Ger&auml;te (Festplatten, Tastatur, Maus etc.) verwaltet mit <strong><a href=\"http:\/\/www.golem.de\/news\/linux-systemd-und-udev-werden-zusammengefuehrt-1204-90965.html\">System-D verschmolzen.<\/a><\/strong> Auch wenn die System-D-Entwickler\/innen urspr&uuml;nglich versicherten, UDEV w&uuml;rde unabh&auml;ngig von System-D fortentwickelt, so konnte\/musste in der Praxis beim Upgraden der ArchivistaBox das Gegenteil beobachtet werden. Wenn exhorbitant viele Segfaults (unkontrollierte Programmabbr&uuml;che) auftreten, kann nicht von Kompatiblit&auml;t und schon gar nicht von Stabilit&auml;t gesprochen werden.\n<\/p>\n<p>\n\tEs ist erstaunlich, wie wenig ernst die zahlreichen Mahner\/innen, die vor der unbedingten &Uuml;bermacht von System-D gewarnt haben, genommen werden. Nichts gegen System-D, der Vorteil liegt ja gerade darin, dass die Hardware komplett automatisch erkannt wird, doch wenn <strong>nicht einmal die grafische Umgebung (Xorg-Server) ohne System-D alias System-D-UDEV gestartet werden kann, dann ist Debian damit faktisch abh&auml;ngig von System-D.<\/strong>\n<\/p>\n<p>\n\t<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/archivista.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/image\/reben1.jpg\" style=\"width: 600px; height: 337px;\" \/>\n<\/p>\n<h2>\n\tUnabh&auml;ngigkeit der ArchivistaBox<br \/>\n<\/h2>\n<p>\n\tNun wird die ArchivistaBox unabh&auml;ngig von einem bestimmten Betriebssystem entwickelt. Dies bedeutet, dass &#8211; obwohl Debian verwendet wird &#8211; der Installer und der Kernel selber &#39;gebacken&#39; werden. Mit dem bedingungslosen Einsatz von System-D-UDEV w&auml;re genau dies passiert, was 2005 (Wegfall der Abh&auml;ngigkeit von Windows) und 2010 (Unabh&auml;ngigkeit an ein bestimmtes Linux-System) vermieden wurde. Daher wurde <strong>System-D-UDEV vom Installer verbannt, sodass nicht auf dieser untersten Stufe der ArchivistaBox eine Abh&auml;ngigkeit geschaffen wird,<\/strong> welche die Unabh&auml;ngigkeit, vorallem aber die Stabilit&auml;t der ArchivistaBox, gef&auml;hrden w&uuml;rde.\n<\/p>\n<p>\n\tZur Erinnerung, eine jede ArchivistaBox (Ausnahme ARM-basierte Systeme) wird zun&auml;chst in den Hauptseicher (RAM) kopiert, womit direkt ohne einen Neustart nach der Installation gearbeitet werden kann. Dies hat in der Verangenheit zwar nicht dazu gef&uuml;hrt, dass defekte Festplatten nicht dann und wann im Support erschienen, wohl aber, dass jederzeit nagelgenau aus der Fernwartung heraus gesagt werden konnte, ob die Platte hin&uuml;ber ist.\n<\/p>\n<p>\n\tDerartige Funktionen m&ouml;gen f&uuml;r die Anwender\/innen auf den ersten Blick nicht von Belang sein, doch gilt es die defekte Platte z.B. von einer vollen Disk zu unterscheiden, genauso wie defekte SATA-Kabel, wenn auch selten, mit dem Betriebssystem im Hauptspeicher deutlich einfacher festzustellen sind, ohne dass z.B. zu einer Live-CD gegriffen werden muss. Mit dem <strong>einzigartigen RAM-Modus der ArchivistaBox konnten Support-Eins&auml;tze vor Ort in den letzten f&uuml;nf Jahren massiv verringert werden.<\/strong> Ferner im &uuml;brigen auch defekte Platten, denn bis 2010 machten defekte Sektoren auf Betriebssystemebene etwa zwei Drittel aller Ausf&auml;lle aus.\n<\/p>\n<h2>\n\tDarum die Anf&uuml;hrungszeichen bei &#39;Debian Jessie&#39;<br \/>\n<\/h2>\n<p>\n\tNun kann es nicht Sinn und Zweck sein, dass ein neuer Debian-Unterbau die Stablit&auml;t unseres Installers bzw. der ArchivistaBox gef&auml;hrdet, nur weil System-D-UDEV, das ohne System-D betrieben wird, nicht stabil arbeitet. Dies umso mehr, als die <strong><a href=\"https:\/\/www.phoronix.com\/scan.php?page=news_item&amp;px=MTczNjI\">Entwickler von System-D nicht M&uuml;de werden zu betonen, dass sie Supportf&auml;lle bei System-D-UDEV ohne System-D gar nicht erst begutachten w&uuml;rden.<\/a><\/strong> Es fragt sich diesbez&uuml;glich schon, warum sich in der Debian-Community System-D durchzusetzen vermochte. Die <strong>Ah&auml;ngigkeit von Debian Jessie zu System-D ist exhorbitant.<\/strong> Die Zukunft wird zeigen, ob die Entscheidung bei Debian f&uuml;r System-D richtig war, gewisse Zweifel scheinen aber schon angebracht.\n<\/p>\n<p>\n\tDer <strong>neue Unterbau der ArchivistaBox wird bis 2020 mit &#39;Debian&#39; arbeiten.<\/strong> Bis dahin wird sich weisen, wohin der Weg f&uuml;hrt. Neben Debian st&uuml;nden f&uuml;r die ArchivistaBox ja auch andere Linux-Derivate zur Verf&uuml;gung, <strong>derzeit gut ohne System-D unterwegs<\/strong> sind <a href=\"https:\/\/www.archlinux.org\/\"><strong>ArchLinux <\/strong><\/a>und <strong><a href=\"https:\/\/gentoo.org\/\">Gentoo.<\/a><\/strong> Keine Alternative darstellen w&uuml;rde aktuell der <strong><a href=\"https:\/\/devuan.org\/\">Debian-Fork Devuan,<\/a><\/strong> der angbit, ein Debian ohne System-D auszuliefern. Ganz einfach deshalb, weil Devuan derzeit nur als Beta verf&uuml;gbar ist und Devuan ohne System-D-UDEV gar nicht betrieben werden kann.\n<\/p>\n<h2>\n\t<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/archivista.ch\/cms\/wp-content\/uploads\/image\/reben2.jpg\" style=\"width: 300px; height: 534px; margin: 5px 10px; float: right;\" \/>ArchivistaBox bleibt sich treu<br \/>\n<\/h2>\n<p>\n\tIm Grundsatz f&uuml;hrt der neue Unterbau nicht dazu, dass die ArchivistaBox in anderer Form als bisher daherkommt. Einzig die <strong>Downloads d&uuml;rften ca. 20 bis 30 Prozent l&auml;nger dauern,<\/strong> um diese Spannbreite gr&ouml;sser sind die aktuellen Softwarepakete, die im Grundumfang der ArchivistaBox enthalten sind. Optimiertere Varianten h&auml;tten sich angeboten (z.B. QPDF mit 5 anstelle von PdfTk mit 50 MByte), doch wurde aus Kompatibilit&auml;tsgr&uuml;nden darauf verzichtet.\n<\/p>\n<p>\n\tDas heisst nun nicht, dass es in Zukunft keine solchen &Auml;nderungen geben wird, doch werden diese zu&auml;chst intern intensiv getestet. Weiter sei hier angef&uuml;gt, mit aktuell 500 MByte ist die ArchivistaBox 2016 noch immer deutlich kleiner als die erste CD des Jahres 2005, die es auf ca. 600 MByte brachte.\n<\/p>\n<p>\n\tDer neue Unterbau der ArchivistaBox wird derzeit (Ausnahme ArchivistaVM) und bis 31.12.2016 auf Anfrage ausgeliefert. <strong>Per 1.1.2017 wird der neue Unterbau im Standard bei neuen Versionen aktiviert,<\/strong> es sei denn, Kunden erfragen explizit die alten Versionen. Die alten Releases k&ouml;nnen bis 31.12.2017 angefordert werden, sofern keine neuen Features ben&ouml;tigt werden. Zuletzt bleibt anzumerken, dass der neue Unterbau (wie oben erw&auml;hnt) zwar ca. 30 Prozent mehr Speicher ben&ouml;tigt, doch dass die <strong>On-Time-Komprimierng mit ZRAM plus\/minus eine gleiche Verringerung im Hauptspeicher bewirkt, sodass die gesamte Hardware auch mit dem neuen Unterbau<\/strong> arbeitet.\n<\/p>\n<p>\n\tEingespielt wird der neue Unterbau bequem &uuml;ber die bisherigen Menupunkte (z.B. &#39;Online-Update&#39; in WebConfig), es bleibt alles wie bisher. Dies trifft auch auf die Kern-Applikationen ArchivistaVM, ArchivistaDMS und ArchivistaERP zu, denn im Unterschied zum Betriebssystem bleiben diese Komponenten faktisch gleich. Es gibt im gesamten Code nur einige wenige Stellen, wo beim neuen Unterbau ein leicht anderes Verhalten notwendig ist. In diesem Sinne bleibt sich die ArchivistaBox auch mit neuem Unterbau ganz einfach treu.<\/p>\n\n\n\n\t<div class=\"dkpdf-button-container\" style=\"            text-align:right \">\n\n\t\t<a class=\"dkpdf-button\" href=\"\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1871?pdf=1871\" target=\"_blank\"><span class=\"dkpdf-button-icon\"><i class=\"fa fa-file-pdf-o\"><\/i><\/span> PDF Button<\/a>\n\n\t<\/div>\n\n\n\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ArchivistaBox neu mit &#39;Debian Jessie&#39; Egg, 29.9.2016: Die bisherigen Versionen der ArchivistaBox arbeiten sehr stabil. Trotzdem gilt es nach mehr als f&uuml;nf Jahren von den aktuellen Versionen allm&auml;hlich Abschied zu nehmen. Dies deshalb, weil das darunterliegende Betriebssystem Debian langsam aber sicher veraltet. 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