ArchivistaBox 2020/X mit 200 TByte

Multimedia Management System für Shotcut und Kdenlive

Egg, 21. Oktober 2020: Zugegeben, der Begriff Multimedia Managment System (MMS) dürfte den wenigsten geläufig sein. Bei einem “normalen” DMS (Document Management System) geht es um das effiziente Verwalten von einzelnen Dokumenten. Bei multimedialen Inhalten bzw. Projekten reicht dies nicht, da ein Projekt gut und gerne aus mehreren Hundert Dateien bestehen kann. Im Unterschied zu einem DMS lassen sich mit einem Multimedia Managment System (MMS) viele auch sehr grosse Dateien mit direkter Verknüpfung zu Schnittprogrammen effizient verarbeiten und archivieren. Im nachfolgenden Blog wird aufgezeigt, wie einfach dies mit der ArchivistaBox 2020/X funktioniert.

Shotcut neu auf jeder ArchivistaBox

Ab Version 2020/X steht auf jeder ArchivistaBox (bei AVMultimedia natürlich ebenso) neu Shotcut zur Verfügung. Mit Shotcut lassen sich Video-Projekte äusserst einfach realisieren. Dabei arbeitet Shotcut auch auf beschaulicher Hardware äusserst effizient.

Zwar mögen andere Programme (z.B. Kdenlive) leistungsfähiger sein. Dafür aber ist Showcut einfacher in der Bedienung. Dies führt letztlich zu einem schnelleren Arbeiten, denn wo weniger Menüs, Formulare und Optionen zur Verfügung stehen, lässt sich die Arbeit speditiver erledigen.

Problematik bei der Archivierung von Video-Projekten

Eine klassische Video-Produktion besteht gut und gerne aus Hunderten von Dateien, die zu einem Gesamtwerk (Projekt) zusammengefügt werden. Dabei gibt es eine zentrale Projekt-Datei, welche in einer Art Drehbuch die einzelnen Dateien zusammenträgt.

Vereinfacht gesagt enthält die Projekt-Datei Anweisungen wie z.B. Video-Datei Y ab Position 24 Sekunden für 15 Sekunden auf Spur 1 abspielen und dazu auf Spur 2 mit 50 Prozent Grösse die Video-Datei Z ab Sekunde 20 für 5 Sekunden einblenden. Unhandlich dabei ist, dass die eingebunden Dateien über verschiedene Verzeichnisse und oder Festplatten verteilt sein können.

Werden dabei eingebundene Dateien später verschoben und oder gelöscht, oder befindet sich eine externe Festplatte mit Dateien nicht im Direktzugriff, so ist es nahezu unmöglich, ein Projekt nachzubearbeiten, weil die Projektdatei die eingebundenen Dateien nicht mehr findet bzw. abspielen kann.

Ebenfalls schwierig wird es, wenn z.B. Video- oder Audio-Dateien in mehreren Projekten verwendet werden sollen bzw. müssen. Oft werden die benötigten Dateien dabei einfach mehrfach in unterschiedlichen Projekt-Ordnern gespeichert. Dies führt zu einem erheblichen Mehrverbrauch an Speicher.

ArchivistaBox für Shotcut und Kdenlive

Hier setzt die ArchivistaBox 2020/X ein. Neu können sowohl Shotcut- als auch Kdenlive-Projekte mit einem Tool automatisiert in die ArchivistaBox übertragen werden. Die in der Projektdatei enthaltenen Links werden dabei analysiert. Gefundene Dateien werden ins Archiv übertragen. Dabei wird bei jeder Datei überprüft, ob sie sich nicht archiviert ist.

Archivierte Video-Projekte lassen sich über die Funktion ‘Quelldateien exportieren’ in ArchivistaDMS jederzeit wieder als Projekt in einen neuen Projekt-Ordner exportieren. Bei geänderten Projekten genügt es, die neue Projekt-Datei erneut ins Archiv (MMS) hochzuladen. Verarbeitet bzw. hinzugefügt werden dabei nur jene Dateien, die neu hinzugefügt wurden bzw. sich noch nicht im Archiv befinden.

ArchivistaBox 2020/X bietet Unterstützung für bis zu 200 TByte

Bei Video-Projekten fallen erkleckliche Datenmengen an. Pro Stunde sind dies bei 4K gut und gerne 10 GByte. Damit können bei 4K mit einer Festplatte mit 18 TByte immerhin bis zu 1800 Stunden Aufnahmen verwaltet werden, bei FullHD sind es immerhin bis zu 7200 Stunden.

Das ist nicht nichts. Da aber ein jeder Tag bekanntlich 24 Stunden umfasst und ein jedes Jahr 365 bzw. 366 Tage umfasst, ergeben sich pro Jahr 8760 Stunden. Damit wäre die ArchivistaBox bereits nach weniger als 10 Monaten ausgelastet. Mit dem Release 2020/X können daher zusätzliche Festplatten fast beliebig und sehr flexibel eingebunden werden.

Die ArchivistaBox 2020/X ist dabei neu in der Lage, bis zu 200 TByte an multimedialen Inhalten zu verwalten. Bei 4K ergeben sich dabei immerhin ca. 20’000, bei FullHD gar 80’000 Stunden. Um in derartige Grössenordnungen “vorzudringen”, kann eine jede ArchivistaK2 oder ArchivistaEverest-Lösung um einen externen Disk-Array (ArchivistaBox Lhotse) mit bis zu 10 zusätzlichen Festplatten erweitert werden. Der Preis für die ArchivistaBox Lhotse beträgt (Richtpreis) sFr. 800.–.

Via Stockalper: Shotcut-Beispiel unter azurgo.ch

Dank ArchivistaBox 2020/X konnte ein ca. 20 minütiger Film zur Wanderung von Brig nach Domodossola auf der Via Stockalper deutlich effizienter realisiert werden. Das Resultat lässt findet sich unter: https://azurgo.ch/aktuelle-touren/via-stockalper (Version in FullHD).

Das Projekt umfasst um die 440 4K-Video-Dateien mit einem Umfang von guten 60 GByte (ca. 3 Stunden Aufnahmen). Für das Erstellen der fertigen Produktion standen zwei Tage Zeit (Wochenende) zur Verfügung.

« AVMultimedia 2020/X für Ryzen 4000USearX-Integration »