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ArchivistaBox bleibt konstant und wird mobil(er)

Egg, 21. Dezember 2017: Seit beinahe 20 Jahren gibt es die Archivista-Produkte nun. Ging es 1998 primär darum, Informationen für mindestens 10 Jahre verfügbar zu halten bzw. die elektronische Archivierung überhaupt zu ermöglichen, so kam 2005 mit der Einführung der ArchivistaBox das Versprechen hinzu, die Dokumente über mindestens 30 Jahre lesbar zu halten. Nach fast 20 Jahren darf an dieser Stelle angefügt werden, die Kundenarchive (bis hin zum zweistelligen Millionenbereich an Seiten) wachsen stetig an, ohne dass die ArchivistaBox an Grenzen stösst. Und doch wurden 2017 Grenzen überwunden, indem die ArchivistaBox auf neue Plattformen migriert wurde, dies selbstverständlich bei 100 Prozent Kompatiblität zu den bisherigen Box-Systemen.

Darum ist Kompatiblität nicht (mehr) selbstverständlich

Seit mehr als 12 Jahren arbeitet die ArchivistaBox mit Open Source Komponenten. Dies hat den Vorteil, dass Betriebssystem und die Applikationen der Archivista-Lösung aus einem Guss produziert werden können. Abhängigkeiten zu einem Hersteller eines Betriebssystemes gibt es keine. Die eingesetzten Technologien sind — dank Open Source — weit verbreitet und können so langfristig zum Einsatz kommen.

Der mittlerweile hohe Einsatz von Open Source (z.B. auch mit Android) hat in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass Abwärtskompatiblität, die bisher selbstverständlich war, heute nicht mehr im gleichen Masse gegeben ist. Da werden auf einmal bewährte Konzepte, die sich über mehrere Jahrzehnte bewährten, nicht mehr eingehalten.

Selbstverständlich ist es der Job eines Anbieters, diese Hürden für die Kunden zu meistern. Trotzdem muss an dieser Stelle festgehalten werden, der Aufwand dazu steigt von Jahr zu Jahr stetig an. Hinzu kommt, dass die Pakete umfangreicher und weitaus grösser werden. Trotzdem konnte die ISO-Datei, die wir ausliefern, in den vergangenen 12 Jahren von der Grösse her konstant gehalten werden. ArchivistaDMS und ArchivistaERP liegen bei ca. 500 MByte, bei ArchivistaVM sind es keine 200 MByte und ArchivistaMini liegt noch immer deutlich unter 100 MByte. Damit ist nach wie vor gewährleistet, dass die kleineren ArchivistaBox-Systeme mit den jeweils aktuellsten Versionen bespielt werden können.

Integration neuer Hardware

In diesem Jahr gab es viele Neuerungen bei der Hardware. Dazu zählen primär die neuen Ryzen-Prozessoren (CPU) von AMD. Endlich kann AMD mit Intel wieder mithalten. Allerdings, ohne aktualisierte Software laufen diese CPUs nicht stabil. Aus diesem Grunde wird die ArchivistaBox neu (optional) auch mit Kernel 4.9.x ausgeliefert.

Aber nicht nur auf Stufe Kernel ist mitunter neue Software erforderlich. Auch an sich triviale Dinge wie das Drucken kann zur Folge haben, dass die Software neu zusammengestellt werden muss. Ein Kunde von uns druckt sämtliche Rechnungen über die ArchivistaBox, um damit die Prozesse vollautomatisiert ablaufen lassen zu können. Beim Umstieg von Lexmark- zu HP-Druckern musste die Erfahrung gemacht werden, dass die Bibliothek hplip, die bei den HP-Geräten zum Einsatz kommt, in Debian nur noch installiert werden kann, wenn SystemD zum Einsatz kommt.

Obwohl die Debian-Maintainer/innen ursprünglich versprachen, der Einsatz von SystemD sei nicht zwingend notwendig, scheinen sich diese an ihre eigenen Versprechen ein zwei Jahre später nicht mehr zu erinnern, denn die hplip-Bilbliothek bedingt urplötzlich und sehr ultimativ den Einsatz von SystemD. Aus diesem Grunde haben wir im November die gesamte ArchivistaBox neu auch auf Devuan portiert. Die ArchivistaBox läuft aktuell somit mit Debian und Devuan.

Neue Plattformen Android und LineageOS

Neben der Migration zu Devuan gab es dieses Jahr eine weit wichtigere Migration, jene auf die Android- bzw. LineageOS-Geräte. Zeil der Migration auf die Android-Plattform ist es erklärterweise nicht, alle bisherigen ArchivistaBox-Systeme auf die mobile Plattform zu heben. Vielmehr geht es darum, die ArchivistaBox auf möglichst vielen Plattformen laufbar zu haben.

Letztlich liegt es am Kunden zu entscheiden, wann, wo und wie er die ArchivistaBox einsetzen möchte. Bei ca. 40 Prozent Marktanteil weltweit aller Geräte (ca. 87 Prozent im Smartphone-Bereich) liegt Android mittlerweile unangefochten auf Platz ein — dies selbst klar vor Windows. Ob eine solche Dominanz von Google sinnvoll ist, darf sicher eingebracht werden. Die ArchivistaBox läuft ja gerade aus diesem Grund nicht nur mit Android, sondern ebenfalls mit LineageOS.

Frohe Festtage und guten Rutsch

Zwischen Weihnachten und Neujahr macht die Firma Archivista GmbH Betriebsferien. Der morgige 22. Dezember 2017 bildet der letzte offizielle Arbeitstag. Ab dem 5. Januar 2018 geht es mit neuem Elan weiter. Wir wünschen frohe Festtage und schon jetzt einen guten Rutsch ins 2018.

Archivista GmbH, Urs Pfister

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