10 Jahre Smartphone

Vom iPhone X hin zum LG G6 mit LineageOS samt Apps

Egg, 1. November 2017: Wer die Blogs an dieser Stelle verfolgt, wird feststellen, dass es dann und wann auch einen Blick über den Tellerrand gibt. Im nachfolgenden Blog gibt es gar eine Premiere, folgen an dieser Stelle doch fünf Blogs zum Thema Smartphone auf einmal. Im ersten Teil geht es um das heute im Verkauf stehende IPhone X, bzw. besser wie der Geschäftsführer unfreiwillig beim Tagi zensuriert wird. Im zweiten Teil wird als Alternative das LG G6 vorgestellt. Letztlich geht es dabei nicht primär um genau dieses Smartphone, sondern darum, dass auf diesem im dritten Teil LineageOS aufgespielt werden kann. Im vierten Teil werden alternative Verzeichnisse und Stores vorgestellt, ehe im fünften und letzten Blog Apps für das Smartphone präsentiert werden.

iPhone X: Wenn die Medien die Werbekeule schwingen

Es ist der 1. November. Irgendwo zwischen Supportanfragen zur ArchivistaBox lese ich über Mittag online diverse Medien, darunter auch den TagesAnzeiger (Tagi). Und reibe mir verwundert die Augen, was da alles so zum neuen iPhone X steht, das ab dem 3. November in den Handel kommt. Es sei das Apple-Gerät für die nächsten zehn Jahre. Wer einen Blick auf die Neuerungen wirft, findet neben einer Gesichtserkennung, die nicht so unproblematisch ist, dazu später mehr, ein Gerät mit 3 GB RAM, vier schnelle und zwei langsame(re) CPUs, einen Strahlungswert zwischen 1,12 und 1,19 (gut wäre ein Wert unter 0,6) sowie ein Display mit 2436 x 1125 Pixeln, um einige Eckdaten zu nennen. Apple preist die Kameras des iPhone X als besser als jene des iPhone 8 Plus an, weil die Blende beim Weitwinkel besser sei, bei einem ersten Test im Labor bei CHIP Online „fallen die Unterschiede zum iPhone 8 Plus hingegen eher marginal aus.“

Die Kommentare auf den Tagi-Artikel „Das iPhone X im 3-Punkte-Check“ sind denn auch sehr verhalten. Kommentare wie „Wen interessiert eigentlich diese ewige Telefonwerbung?“ oder „Für die nächsten 10 Jahre, als ob ein Smartphone so lange halten würde?“ Weil ich den Artikel eher als Werbung denn als Test wahrnehme, verfasse ich einen Kommentar. Nach einer halben Stunde muss ich feststellen, der Kommentar wird nicht publiziert. Folglich verfasse ich nochmals einen plus/minus gleichen Kommentar, und weil auch dieser nicht erscheint, versuche ich den Autoren auf Twitter zu erreichen. Daraus entsteht die nachfolgende Kommunikation:

Offen gestanden, da scheint der liberale Geist des Tagi’s aber ganz schön auf der Strecke geblieben zu sein? Immerhin, in den Kommentarregeln steht nichts von einem richtigen Wortlaut. Die Kommunikation geht weiter:

Die Wortwahl wird nun immer kafkaesker. Wie soll ich denn einen Kommentar benennen, der nicht publiziert? Doch was habe ich denn geschrieben? Ich erlaube mir den Kommentar auf Twitter zu posten:

Ja, lieber Tagi, über Journalismus lässt sich bekanntlich streiten. Wenn aber ‚etwas mehr Journalismus‘ bereits genügt, dass ein Kommentar nicht publiziert wird, dann frage ich mich wirklich, wo denn überhaupt noch Liberalismus bei Euch herrscht.

Gesichtserkennung für Werbung und Marketing

Damit wir uns richtig verstehen, ich möchte mich an dieser Stelle ganz und gar nicht mit den iPhone-Nutzer/innen anlegen. Vom Design her hat Apple Meilensteine gelegt. Ob dies allerdings für das aktuelle Gerät mit dem Trauerbalken oben in der Mitte zutrifft, dies ist eine andere Frage. Gesagt sei an dieser Stelle einfach noch, dass die Gesichtserkennung nicht nur für das Entsperren oder die Emojis verwendet werden soll, vielmehr soll Apple Daten der Gesichtserkennung auch an Dritte (z.B. für Marketingzwecke) weitergeben, siehe dazu den Artikel bei GameStar. Laut der Quelle GigaApple können Entwickler nach einem einmaligen Einverständnis jederzeit — auch ohne dass der/die Anwender/in es bemerken muss — später unlimitiert Aufnahmen des Gesichtes vornehmen. Zum Abschluss dies, Journalismus kann durchaus tiefgründig sein, wie ein Artikel zur FaceID bei der Zeit veranschaulicht.

Eines muss man Apple lassen. Wer es hinkriegt, dass über ein derart hochpreisiges Smartphone derart lange und allumfassend (miss)informiert wird, der arbeitet im Marketing sicher auf höchstem Niveau. Und dies selbst dann, wenn es mir so vorkommt, als wäre die Berichterstattung zuweilen sehr uniform. Jenen, die gerade ein Apple-Smartphone in den Händen halten, sei an dieser Stelle gesagt, selbstverständlich sind alle Apple-Anwender/innen bei uns herzlich willkommen. Als webbasierte Applikation läuft die ArchivistaBox selbstverständlich auf jedem handelsüblichen Browser. Widmen wir uns nun dem zweiten Teil, worin es darum geht, warum meine Wahl auf das LG G6 fiel.

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